Stresskompetenz

Stress ist per se nicht  gesundheitsgefährdend.

Ein Risiko für die körperliche Gesundheit ergibt sich nicht aus kurzfristiger körperlicher Aktivierung, sondern aus chronischen Stresszuständen.

Auf der Ebene der uns zur Verfügung stehenden Energie sind wir evolutionär ausgestattet auf große Anforderungen zu reagieren. Dies kann uns morgens wach und tagsüber lebendig machen, uns große neue Projekte vorantreiben lassen.

Die Stressoren unserer heutigen Zeit sind:

  •  äußerer wie innerer Leistungsdruck
  • Zeitdruck und Hektik
  • Wissens- und Kommunikationsüberflutung
  • Verkehrsstaus
  • Lärm
  • ständig wechselnde Arbeitsorte- und Strukturen

Zur Bewältigung dieser Stressoren setzt der Körper all seine Energiereserven ein und reagiert mit seinen Mitteln:

Die Atmung wird beschleunigt, das Herz schlägt schnell, der Blutdruck steigt, die Muskulatur spannt an, der Darm schaltet ab, usw. Der Körper schaltet um auf Angriff oder Flucht, um gegenüber den ursprünglichen Stressoren (z.B. angreifende, wilde Tiere) zu überleben. Dieser in uns wirkende Lebensreflex ist auf unsere heutigen Stressoren nicht anwendbar. Bewegungsimpulse werden unterdrückt. Im Inneren des Körpers entsteht eine energetische Blockade. Die vom Körper bereitgestellte Energie wird nicht verbraucht. Während wir auf Hochtouren laufen ist gleichzeitig die Handbremse angezogen. Aus Spannung wird Ver-Spannung. Verbleiben wir über Jahre in diesem Stressmuster, verklumpen die in diesem Reiz-Reaktionskreislauf immer wieder aktivierten Fette und Zucker in der Blutbahn und führen z.B. zur Arteriosklerose und Infarkten.

Stress macht krank durch nichtverbrauchte Energiereserven, fehlende Entspannungs- und Ruhephasen !

Die von der Natur vorgesehene weitere Anpassungsleistung nach den hohen Erregungszuständen ist Entspannung.
Betrachten wir die Tierwelt, sehen wir immer wieder Tiere, die nach einem Kampf alle Viere von sich strecken, gähnen und wieder Kraft und Energie schöpfen.

Immer mehr Menschen verlernen es, solche aktiven Ruhephasen zu gestalten, um wieder ins Gleichgewicht zu finden.

Stresskompetenz bedeutet:

  • die äußeren Stressoren und inneren Stressverstärker erkennen
  • innere und äußere Gestaltungsräume schaffen
  • Ruhe- und Atempausen finden, selbst dann, wenn der Bär tobt
  • „Sich recken und strecken“ und in Bewegung bleiben
  • Energie tanken